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Zufallsgedicht

Über das Frühjahr

Bertolt Brecht

Lange bevor
Wir uns stürzten auf Erdöl, Eisen und Ammoniak
Gab es in jedem Jahr
Die Zeit der unaufhaltsam und heftig grünenden Bäume.
Wir alle erinnern uns
Verlängerter Tage,
Helleren Himmels,
Änderung der Luft
Des gewiß kommenden Frühjahrs.
Noch lesen wir in Büchern
Von dieser gefeierten Jahreszeit
Und doch sind schon lange
Nicht mehr gesichtet worden über unseren Städten
Die berühmten Schwärme der Vögel.
Am ehesten noch sitzend in Eisenbahnen
Fällt dem...

Augenlicht

In einem Schloß
sagte ein BLumenstrauß
zu seiner goldenen Vase:
Bis gestern, als ich noch auf der Wiese war,
wo die Armen mich riechen konnten
und die Blätter mein grünen Schirm

Gefährten

Am Anfang
eines jeden Herbstes,
wenn die Vögel
schwarmweise
aus Liebe zur Wärme
in den Süden ziehen
und uns verlassen,
merkt euch!,
in jenen Tagen
seht ihr die Gefährten jener Vögel

Kinderlied

Oh, Kinder!
Eines Nachts hörte ich,
wie der Schnee
zum Mondlicht
flüsterte:
Mein Liebster,
stell die Laterne deiner Augen
heller!
Ohne dich
bringen mich die Wolken
zum Weinen.

Streit

Der Sturm provozierte
einen Streit
zwischen zwei Bäumen.
Sie zogen sich an den Haaren
und verletzten gegenseitig
ihre Blätter und Zweige
bis tief in die Nacht hinein.

Die Sonne kam,

Gezwitscher

Es war Mitternacht im Sommer.
Über meinem Kopf
tauschten zwei Sterne
auf einem hohen Berg
ihr Lächeln aus.
Sie warfen sich Sträuße vom Gezwischter zu.

Der obere verfehlte einmal sein Ziel,

Zwiesprache

Guten Abend! Oh, Euphrat,
dem Berg entsprungen, unterwegs,
atemlos.

Oh, Mutter mit feuchten Strähnen,
der Neben ist dein Schulterschal.
Oh, soviele Adern auf deinem Handrücken,

Halbast

Durch das Wolkenfenster
streckte der Mond den Kopf vor.
Nach und nach
besprühte er Euphrat mit Silber.

Ketten
und Ohrringe...
so zitterten die Strahlen
auf dem Flußbett.

Der Fischer

Das Boot des einsamen Fischers
auf dem Wasser im Abendrot
gleicht aus der Ferne
einem länglichen Tablett
mit spitzer Nase und geoldenen Flanken.

Plötzlich, als ob es
ins Tal der Wellen

Euphrat

Euphrat kommt oft murmelnd zu mir,
setzt sich neben mich und streichelt
die Wellen seines Bartes mit der Hand,
Leise sagt er zu mir:
Lies mir Gedichte vor.
Das, was ewig bleibt,

Der Zopf

Der Wind machte den Zöpfen
von Kale Vorwürfe,
weil sie sich flochten
und nicht mit ihm tanzen gingen.

Die traurigen Zöpfe sagten:
Bis die Finger von Kakil
sich nicht um uns wickeln,

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