liebesgedichte

Brautlied

Brautlied

Säumt mir des Lagers Linnen
Mit dunk'ler Rosen Zier,
Mit blühenden Gewinden
Umkränzt die nied're Thür
Und öffnet weit die Fenster,
Die Sonne laßt herein:

Nähe des Geliebten

Nähe des Geliebten

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
Vom Meere strahlt;

Ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
In Quellen mahlt.

Neue Liebe neues Leben

Neue Liebe neues Leben

Herz, mein Herz, was soll das geben?
Was bedränget dich so sehr?
Welch ein fremdes, neues Leben!
Ich erkenne dich nicht mehr.
Weg ist alles, was du liebtest,

Liebe

Tief und tiefer: seliges Geben,
bang Empfangen – welch Verschulden!
Schwellend wühlt sich Leben in Leben:
wildes Wachsen, stilles Dulden.

Richard Dehmel

Der Bote

Am Himmelsgrund schießen
So lustig' die Stern',
Dein Schatz läßt dich grüßen
Aus weiter, weiter Fern'!

Hat ein Zither gehangen
An der Tür unbedacht't,
Der Wind ist gegangen

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