dichter

Der todte Dichter

Der todte Dichter

Sie trugen einen Sarg hinaus,
Hing ihm kein Kranz zur Seite,
Gab Keiner ihm im schwarzen Kleid
Das trauernde Geleite.

Die Träger schritten stumpf und still,

An die Günstigen

An die Günstigen

Dichter lieben nicht zu schweigen,

Wollen sich der Menge zeigen.

Lob und Tadel muß ja sein!

Niemand beichtet gern in Prosa;

Doch vertraun wir oft sub rosa

In der Musen stillem Hain.

Was ich irrte, was ich strebte,

Was ich litt und was ich lebte,

Sind hier Blumen nur im Strauß;

Und das Alter wie die Jugend,

Und der Fehler wie die Tugend

Syndicate content